Die Zeit der Therapie bzw. Nachsorge

Welche anfangs alle zwei Monate durchgeführt wurde, ließ eine Rückkehr in ein normales Leben einfach nicht zu.

Die ständige Angst und die Konfrontation mit den Untersuchungen und ihrem ungewissen Ausgang brachten mich an meine psychischen Grenzen. Mit 23 Jahren war das einfach zu viel für mich.

Es blieb nur hoffen, beten, hinschauen und den Emotionen genügend Platz zu geben. Jeden Tag aufs Neue.

Und manchmal, wenn alles gut lief, kam nach den alle zwei Monate stattfindenden, langwierigen Untersuchungen bis zur Befundbesprechung wieder ein wenig Zuversicht auf. Doch die hielt leider nie allzu lange an. Denn die Sorge, dass wieder etwas gefunden werden könnte, überkam mich täglich und immer wieder…

So blieb bis zur nächsten Untersuchung alles wieder unsicher und sehr schwer zu ertragen. Auch jeder Zuspruch und jede Hilfe aus Familie und dem engsten Freundeskreis kamen nicht wirklich in meinem Inneren an. Zu tief waren die Verunsicherung und Verzweiflung in mir verankert.

Doch was konnte ich damals dagegen tun? Nicht viel.

Das Einzige, was blieb und möglich war: Ich begann, mich an die Angst zu gewöhnen und wünschte mir jeden Tag so sehr, wieder vollkommen gesund und ohne Sorgen – wie vor der Erkrankung – leben zu können.

So verging die erste sehr schwierige Zeit in meinem neuen Leben. Und „Living Healthy“ bekam schon damals eine ganz bewusste und immens große Bedeutung für mich.